TESTBERICHT:
Jenseits von Gut & Böse:
476-PS-Corvette
von![]()
"Copyright by CHROM & FLAMMEN 2003", Ausgabe: 05/03, Text:
Björn Marek;
Fotos: Björn Marek, Thomas Frankenstein
Es
soll Leute geben, denen sind 344 PS und 509 Nm Drehmoment in der aktuellen
Corvette nicht genug. Für ebenjene “Must have more”-Typen
ist die Firma Geiger Performance der richtige Ansprechpartner. 476 Pferdestärken,
603 Nm Drehmoment und Fahrwerksmodifikationen der Extraklasse machen das von
uns getestete C5-Convertible bei Ampelspurts, Autobahnetappen und kurvigen
Landstraßen zum einzigartigen Erlebnis!
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| Sound-stark: Die B&B-Vierrohr-Sportauspuffanlage grollt, grummelt und begeistert | Hinter den Serienfelgen in 8,5 x 17” und 9,5 x 18” verbergen sich Distanzscheiben von 20 mm Dicke an der Vorderachse und 25 mm hinten, Goodyear Eagle “F1 GS Extended Mobility” in P245/45ZR-17 bzw. P275/40ZR-18 sorgen für Grip |
Schon in seiner Basisversion kommt der Sportwagen aus Bowling Green, Kentucky, mit Kraft satt daher. Doch was sind schon 344 Pferdestärken, wenn man aus dem 5,7-Liter-Serien-V8 noch weitaus mehr herausholen kann? Letzteres muss wohl auch Karl Geiger durch den Kopf gegangen sein, als er das knallgelbe Convertible vor sich in seiner Werkstatt stehen sah. Schnell nahm das neue Konzept im Kopf erste Formen an, und das endgültige Ziel war gesteckt. Einfach “noch besser” als die Serienversion sollte die C5 sein - und eines kann man an dieser Stelle vorwegnehmen:
Das Ziel haben die Techniker erreicht.
Mit
ihrem einstellbaren, verdammt tiefen Gewindefahrwerk samt justierbaren Stabilisatoren,
Polybuchsen und dem Komplettumbau der Aufhängung von
Blattfeder auf Schraubenfederbeine ist die Vette in nahezu jeder Situation
perfekt beherrschbar; sie klebt in den Kurven und saugt sich bei Höchstgeschwindigkeit
an den Asphalt, ohne bei Bodenwellen oder Straßenschäden aufdringlich
zu springen oder gar in der Spur zu versetzen. Für Traktion sorgen die
Serien-Aluminiumfelgen in 8,5 x 17” vorne und 9,5 x 18” an der
Hinterachse, die mit Goodyear Eagle “F1 GS Extended Mobility”-Pneus
in P245/ 45ZR-17 bzw. P275/40ZR-18 bezogen sind. Distanzscheiben von 20 Millimetern
vorn und 25 hinten sorgen für eine noch bessere Kurvenlage. Das eigentliche
Highlight des gelben Geschosses ist jedoch das Triebwerk unter der Fiberglas-
Karosserie.
Dem ursprünglich 350 ci großen V8 gönnte man eine Hubraumerweiterung auf 6,3 Liter, zudem installierten die Techniker neue Kolben, Pleuel sowie eine neue Kurbelwelle. Die Abgase wandern nun durch TPIS-Fächerkrümmer zur Vierrohr-Auspuffanlage aus dem Sortiment der amerikanischen Firma B&B. Übrigens: Der Sound ist einfach genial! Jeder Gasstoß sorgt für eine fette Gänsehaut! Das satte, dunkle, kernige Grollen zieht in seinen Bann, und der rechte Fuß zuckt öfter, als einem eigentlich lieb ist! Natürlich musste sich auch das Steuergerät einige Modifikationen gefallen lassen, außerdem ersetzt nun ein Sportluftfilter sein Serienpendant.


Um eine Überhitzung der Gesamtkomposition zu vermeiden, montierten die
Geiger-Mannen noch jeweils einen Motor- und Getriebeölkühler. Die
Leistung gibt Geiger Performance mit satten 476 Pferdestärken an, und
auch das Drehmoment beläuft sich nun auf 603 Nm! Einfach fett! Den Spurt
von 0 auf 100 km/h bewältigt die Vette mit dem durch eine B&M-Schaltwegverkürzung
optimierten Sechsgang-Schaltgetriebe in gerade einmal einmal 4,3 Sekunden,
wobei sie einen derartig in den Sitz presst, dass einem der Witz mit dem 100-Euro-Schein
am Armaturenbrett durch den Kopf schießt: “Wenn du ihn während
der Beschleunigungsphase zu greifen bekommst, gehört er dir!” Ihre
Höchstgeschwindigkeit soll die Vette bei sagenhaften 335 km/h erreichen.
Wohlgemerkt: soll! Redakteur Björn Marek stoppte die Testfahrt bei 299
km/h auf dem Head-Up-Display - mit Schweißperlen auf der Stirn. Die
restlichen 36 km/h wollen wir dann einfach mal so glauben!
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| Alles Serie: Lediglich eine Schaltwegverkürzung aus dem Hause B&M versteckt sich unter der Mittelkonsole |
Einfach fett, optisch Serie: Dank umfangreicher Modifikationen samt Hubraumerweiterung auf 6,3 Liter liefert der Geiger-Sportler satte 476 PS bei 5.590 U/min bzw. 603 Nm Drehmoment bei 4.790 U/min an die hintere Antriebsachse |
Natürlich schreit eine derartige Geschwindigkeit auch nach einer äquivalenten Verzögerung. Hier kommen an der Vorderachse Brembo-Vierkolben-Scheibenbremsen zum Einsatz; die Serienscheiben an der angetriebenen Hinterachse blieben an ihrem Platz, wurden jedoch gelocht. Fazit: Die Geiger-C5 ist eine gelbe Kanonenkugel auf Rädern! Egal in welcher Hinsicht bereits die Serienversion beeindruckt, diese Vette setzt noch einen drauf! Bei der Beschleunigung drückt es einem das Blut aus den Fingerspitzen, die Sucht nach endlosen Kurven keimt im Kopf, und die Höchstgeschwindigkeit übertrifft nahezu jeden Italo-Sportwagen. Im Freudentaumel wird selbst der Testverbrauch zur (Beinahe-) Nebensache: Denn mit 19,8 Litern Super Plus trinkt die Vette gut und ausgiebig. Aber wer 85.000 Euro auf die Ladentheke legen kann, dem machen auch die Tankstellen-Stopps nicht wirklich etwas aus, oder?
Technik/Messwerte/Kosten
476-PS-Corvette
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Typ:
Motor:
Kraftübertragung:
Vorderachse:
Hinterachse:
Felgen:
Reifen:
Sonstiges:
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